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Der Club der toten Dichter Special Edition

8.67


"Carpe diem! Nutze den Tag!" ist der wichtigste Lehrsatz des Englischlehrers John Keating, gespielt von Oscar - Preisträger Robin Williams.

Doch damit macht er sich unbeliebt.

Er lehrt seine Schüler, Persönlichkeit zu entwickeln und sich selbst treu zu bleiben.

Mit Humor und Menschlichkeit kämpft er für Poesie, Liebe und Phantasie, die "das Leben lebenswert machen".

Mit großer Ausstrahlung und neuen Lehrmethoden bringt er die gesamte Schule, ein Internat für Jungen, und ihre starren Traditionen völlig durcheinander.

Seine Gegner schrecken vor nichts zurück, und ein Verräter ist schnell gefunden ... .
  • 77 Bewertungen: 4.5




Der Club der toten Dichter - Special Edition

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Für das Leben selbst
Es gibt Filme für alle Spielarten des Lebens - vom Bedarf an Entspannung über den Bedarf an Information und Geistkräftigung bis zum Bedarf an Sinnenfreude oder Trost. Dieser Film ist für mich wie kein anderer einer für das Leben selbst und darin zudem mit personeller Bestbesetzung verbunden. Von leichter Ironie über den Einsatz von psychischer und physischer Gewaltanwendung bis hin zu offenem Widerstand gegen falsche Wegweisung setzt er sich mit gefährlichem -ionen-Reichtum auseinander: Traditionen, Intentionen, Protektionen und manches mehr fordern nicht einmal Fortentwickler, sondern ausschließlich ergebene Jünger. Reflektion hingegen ist nicht Bestandteil des entsprechenden Bildungs- und Erziehungs-Paketes.

Das Leben im Elite-Internat wird begleitet vom Leben an sich - einschließlich des Bedarfs an Annnahme, Liebe, Selbstverwirklichung, persönlicher Freiheit. Auch diese Belange halte ich für bruchlos einbezogen. Wo Lehrer Schüler mit Lehre in die Leere führen und Eltern Kinder zu Sklaven eigener Vorstellungen von Karrierechancen werden lassen, geht es nicht mehr um eine Suche nach Kompromissen, sondern um den Verlust oder Gewinn von Selbstsein - mit allen denkbaren Folgen. Der Befreiungsschlag des Denkens gegen eine Fehlinterpretation von Dichtung ist ein zunächst eher unbedeutend wirkender Anfang der Selbstbefreiung von einer kasernierten, ja gänzlich weggesperrten Welt der Gedanken und Gefühle insgesamt.

Dass solche Art der rücksichtslos und mit allen Mitteln betriebenen Indoktrination sogar Menschenleben kostet, ist in diesem Film gleichfalls für mein Empfinden eher schlüssig als überzeichnend dargestellt - als ebenso erschütternde wie wahre Aussage. An dieser Stelle endet nachvollziehbar die Lebbarkeit zweier gänzlich gegensätzlicher Auffassungen von Bildung und Erziehung Tür an Tür, Herzlosigkeit an Herz, Hirnlosigkeit an Hirn. Bis hin zur bannenden Schluss-Szene lautet die Botschaft: Es lohnt sich, falsche Wegweisung nicht in Machtlosigkeit auszusitzen, sondern ihr überzeugt zu widerstehen - besonders augenscheinlich auf den Schulbänken selbst!

Für mich ein Film, der spurensicher lebenswichtige Veränderung aufzeigt und darum immer wieder sehens- und bedenkenswert sowie nachhaltig wichtig ist.

Ein Satz dieses Films hat mich übrigens gedanklich in eine gänzlich andere, deutlich angenehmere Richtung geführt. Er lautet: Dieser An- und Einsicht schließe ich mich besonders gern an.
 
  Der Club der toten Dichter
Ein toller Film der eintrugsvoll Zeigt was man bewegen kann wenn mann auf die Schüler eingeht und sich mit ihnen beschäftigt, und wie kurz und grau manche Lehrer denken
 
Dürfen Rezensenten die eigene Meinung haben???
Die DVD Specials sind toll. Die Schauspieler sind fast alle toll, bis auf die Hauptrolle. Aber der Film ist besch... Mr.Keating blamiert jeden Schüler der nicht so reagiert, wie er das will. Zu Todd sagt er vor der ganzen Klasse Amöbe. Todd steht dabei oben auf dem Pult und heult beinahe, was ich verstehen kann.
Ich wundere mich, dass nicht Todd sich aus Verzweiflung umbringt über das, was Mr.Keating ihm in der Szene antut, sondern Neil später.

BTW. Das hat jetzt nichts mit dem Film und mit der DVD zu tun. Alle Rezensennten sind begeistert von Club der Toten Dichter und dass Mr.Keating sagt, jeder soll seine eigene Meinung vertreten. Aber zwei Rezensenten hier, die das tun und anders denken als die anderen Rezensenten, und die das begründen, werden runtergemacht. Ganz genau so, wie Todd, wenn ihn der Lehrer Amöbe nennt. Das sagt doch alles über den Film und über die, die den toll finden.
 
  And what will be your verse in the poem of life?
"I learned this, at least, by my experiment; that if one advances confidently in the direction of his dreams, and endeavors to live the life which he has imagined, he will meet with a success unexpected in common hours." (Henry David Thoreau, "Walden.")

Hands up folks, how many of us discovered Thoreau after having watched this movie? Really discovered I mean, regardless whether you had known he'd existed before. How many believe they know what Thoreau was talking about in that passage about "sucking the marrow out of life," cited in the movie, even if you didn't spend the next 2+ years of your life living in a self-constructed cabin on a pond in the woods? How many bought a copy of Whitman's poems ... whatever collection? (And maybe even read more than "Oh Captain! My Captain!"?) How many went on to read Emerson? Frost? Or John Keats, on whose personality Robin Williams's John Keating is probably loosely based? To many people, this movie has a powerful appeal like few others and has proven inspirational far above and beyond the effect of an ordinary movie experience. And justifiedly so, despite the fact that charismatic Neil Perry (Robert Sean Leonard), one of the story's main characters, tragically falters in the pursuit of his dreams, in the wake of apparent triumph. Because although Neil's story is one of failure, ultimately this film is a celebration of the triumph of free will, independent thinking and the growth of personality; embodied in its closing scene.

Of course, lofty goals such as these are not easily achieved. Todd Anderson (Ethan Hawke) in particular, the last scene's triumphant hero, is literally pushed to the edge of reason before he learns to overcome his inhibitions. And Thoreau warned in "Walden:" "If you have built castles in the air, your work need not be lost; That is where they should be. Now put the foundations under them." Anyone who takes this movie's message to heart (and Thoreau's, and Whitman's, and Emerson's, Frost's and Keats's) knows that success too easily won is often no success at all, and most important accomplishments are based on focus, tenacity and hard work as much as anything else. And prudence, too - dashing Charlie Dalton (Gale Hansen) pays a terrible price for his spur-of-the-moment challenges of authority; although of course you just gotta love him for refusing to sign Keatings' indictment. "Carpe diem" - live life to its fullest, but also know what you are doing. You won't enjoy this movie if you are afraid of letting both your mind and your feelings run free.

Shot on the magnificent location of Delaware's St. Andrews Academy, "Dead Poets' Society" is visually stunning, particularly in its depiction of the amazingly beautiful scenery (where the progression of the seasons mirrors the progression of the movie's story line), and as emotionally engaging as it invites you to reexamine your position in life. Robin Williams delivers another Academy Award-worthy performance (he was nominated but unfortunately didn't win). Of course, Robin Williams will to a certain extent always be Robin Williams ... "Aladdin's" Genie, "Good Morning Vietnam's" Adrian Cronauer and "Good Will Hunting's" Professor McGuire (the 1997 role which would finally earn him his long overdue Oscar) all shimmer through in his portrayal of John Keating; and if you've ever seen him give an interview you know that the man can go from hilarious and irreverent to deeply reflective in a split second even when it's not a movie camera that's rolling. Yet, the black sheep among Welton Academy's teachers assumes as distinct and memorable a personality as any other one of Williams's film characters.

Of its many Academy Award nominations (in addition to Robin Williams's nomination for best leading actor, the movie was also nominated in the best picture, best director [Peter Weir] and best original screenplay categories), "Dead Poets' Society" ultimately only won the Oscar for Tom Schulman's script. But more importantly, it has long since won it's viewers' lasting appreciation, and for a reason. - As the Poet said: "Camerado! This is no book; Who touches this, touches a man" (Walt Whitman, "So Long!"), this is no movie; who watches this, watches himself!
 
Mein Captain, mein Captain
Lehrer, die Verantwortung für ihre Schüler nehmen, sind seltener zu finden, als Omnibusse am Himmel zu sehen.
Peter Weir erzählt die Geschichte eines solchen "phantastischen Lehrers" und seiner Schüler.

In unsere nachkriegsfunktionalisierenden Bildungsmisere ist der Lehrer als "Führer" bzw. "Leuchtturm" verpöhnt und antiautoritäre 68Pädagogik hat ihre Spuren der Verantwortungslosigkeit ( das nennen "Wir" dann Freiheit des antiautoritären Charakters alla Peter Weiß) hinterlassen.
Daß aber Kinder Vorbilder als emotionale Heimat brauchen, um in ihren Wachstumsprozessen über sich selbst hinaus zu wachsen, verdeutlicht dieser Film aufs Entschiedenste und steht da mit auf der anderen Jordanseite unserer Bildungswüste: Leider ist in unserer vaterlosen Gesellschaft der "Lehrer" zur unheiligen Ersatzikone verkommen. Menschen zu bilden darf nichts mehr mit Menschenbildung zu tun haben und die "industrielle Vermittlung" von Wissen ist (Gang und Gebe)() (wenn du nicht funktionierst hagelt es Kopfnoten anstatt vorbildliche Fürsorge): Gewissen aber und Solidarität sind Selektion und Prüfungsangst gewichen. Verantwortungsvorbild kann man aber nur sein, wenn man der "Logik" der Offenheit der Emotionen folgt, selbst gegen Gewalt (der Kids) und Staatsgewalt (Bildungsministerium)! Lehrer sein ist eine Berufung und kein Job und vielleicht sogar die wichtigste Berufung überhaupt in unserer Gesellschaft! Sie macht die Zukunft aus. Aber wie verachten wir doch unsere Lehrer und zwar zurecht: Der heutige Lehrer ist ein Vollstrecker, aber kein "Knabenführer" mehr. Er ist Gewaltfeigling und Bürgerfeigling! Courage und "elterliche Führungsqualitäten" (Mentor) fehlen. Selbst wenn dies Vorbild(Ideal) angreifbar und relativierbar ist... solche Lehrer (der Antiken!!!), wie in diesem Film dargestellt, braucht der Mensch wirklich.
Diesen Film sollte man sich im Zusammenhang mit dem Werk "Der Mann ohne Gesicht" (einer der wenigen guten Mel Gibson-Filme) anschauen, um zu verstehen, daß "Lehrer sein" bedeutet, seine Schüler zu lieben und das Beste aus ihnen wertschätzend herauszuholen, selbst wenn es schmerzhaft wird: Kein Schüler wäre je verloren, wenn es solche Lehrer wirklich gäbe: Wir bräuchten uns keine Sorgen mehr um Waffengesetze und schwarzgekleidete Schüler machen!!!